Hoppe SecuSignal Fenstergriff

Hoppe Secusignal – der batterielose Fenstergriff im Test

Die Überwachung von Fenstern und Türen gehört zu den häufigsten Anwendungsfeldern im SmartHome. Deshalb gibt es eine große Zahl von Tür- und Fenstersensoren für die verschiedensten Systeme auf dem Markt.

Für fast alle dieser Sensoren gilt: sie benötigen eine Batterie die je nach Funkstandard und Nutzungshäufigkeit entsprechend oft gewechselt werden muss. Der Hoppe SecuSignal kommt dagegen ohne Batterien aus, so dass ich mir das Gerät einmal genauer angesehen habe.

Was kann der Hoppe SecuSignal Fenstergriff?

Der Griff kann folgende Positionen anzeigen:

  1. Geschlossen
  2. Offen
  3. Gekippt

Batterielos

Die für die Übertragung des Signals an eine SmartHome-Zentrale notwendige Energie gewinnt der Griff aus der Bewegung beim Drehen des Griffs, er benötigt also keine Batterie. Dies ermöglicht die extrem stromsparende EnOcean-Technologie. Diese basiert auf miniaturisierten Energiewandlern und äußerst stromsparender Elektronik. Näheres unter www.enocean.com/de.

Erster Eindruck

Der Inhalt der Verpackung ist überschaubar: neben dem Griff liegt das Befestigungsmaterial bei (Schrauben und Kunststoffhülsen je nach Größe der Borlöcher). Eine Anleitung fehlt, habe ich in meinem Fall aber auch nicht benötigt.

Installation

Meine SmartHome-Zentrale ist das System homee. Für die Funkstandards Z-Wave, zigbee und EnOcean gibt es entsprechende Erweiterungen. Aktuell nutze ich hiervon Z-Wave und EnOcean.

Das Anlernen des Hoppe Griffs gestaltet sich bei homee sehr einfach:

  • Funkstandard wählen – in diesem Fall EnOcean
  • Gerät wählen – hier Hoppe SecuSignal
  • nach dem Drücken auf STARTEN den Hebel des Griffs drehen
  • fertig, der Griff wurde erkannt und kann nun in Aktionen (bei homee heißen diese homeegramme) eingebunden werden

Montage

Die Montage am Fenster oder einer Tür ist schnell erledigt.

Verbindungsqualität

Ich habe die Griffe im Obergeschoss montiert, die homee-zentrale ist im Erdgeschoß ziemlich genau unter den Griffen. Trotzdem war die Verbindungsqualität nach der Installation sehr schlecht, in der Anzeige von homee wurde diese mit 1 von 4 Balken angezeigt. Die Griffe haben damit zwar funktioniert, jedoch nicht zuverlässig. Der ebenfalls im Obergeschoss montierte EnOcean Taster Eltako FT55 hatte diese Schwierigkeiten nicht. Das heißt, der Status des Fensters wurde manchmal an homee übertragen, dann auch wieder nicht.

Signalverstärker: Das Problem konnte ich durch den Einsatz eines Permundo Funk-Zwischensteckers PSC234 lösen da dieser eine integrierte Repeater-Funktion hat (Achtung: diese ist standardmäßig nicht aktiviert – die Anleitung zur Aktivierung folgt).
Den Zwischenstecker habe ich im Erdgeschoss, ziemlich genau unter einem der Fenstergriffe montiert, seitdem ist die Verbindungsqualität der Hoppe Fenstergriffe 2 bzw, 3 von 4 Balken an, was für eine fehlerfreie Funktion ausreichend ist.

Anwendungsbeispiel

Die Heizkörper in unserem Haus werden über Tado Heizkörperthermostate reguliert (ausführlicher Bericht dazu folgt). Diese sollen demnächst mit Apple HomeKit kompatibel werden (dazu wird die Bridge von Tado gegen ein neues Modell ausgetauscht), dann können beispielsweise die Fenstersensoren von Elgato als Auslöser verwendet werden. Bis es soweit ist, erkennen die Tado Thermostate jedoch nicht, ob ein Fenster geöffnet wurde.
Ich habe deshalb nach einer Lösung gesucht, um den Tado Thermostaten ein offenes oder gekipptes Fenster mitzuteilen damit die Thermostate in diesem Fall deaktiviert werden. Die Kommunikation zwischen den Hoppe Griffen, dem homee-System und den Tado Thermostaten läuft über IFTTT, hier folgt in Kürze eine Anleitung zur Einrichtung. Diese Anwendung funktioniert absolut problemlos, mit einer Verzögerung von circa 10 Sekunden wird bei geöffnetem Fenster die Heizung ausgeschaltet und nach dem Schließen wieder ein.

Fazit

Die Hoppe EnOcean Fenstergriffe sind in Online-Shops für um die 60€ erhältlich. Dafür bekommt man eine zuverlässige Möglichkeit zur Anzeige eines geöffneten Fensters. Im Gegensatz zu den gängigen Sensoren unterscheidet der Hoppe Griff zudem zwischen gekippt und geöffnet. Ein weiterer Vorteil: man tauscht nur den vorhandenen Griff gegen den SecuSignal aus, muss also keine zusätzlichen Teile am Fenster anbringen (was das Fenster optisch selten aufwertet). Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass die Griffe nach meinem Empfinden relativ schwergängig sind, daran gewöhnt man sich aber schnell.

Der gegenüber anderen Sensoren etwas höhere Preis wird sich nach spätestens zwei bis drei Jahren amortisieren, da keinerlei Batterien benötigt werden (in vielen Sensoren sind Batterien verbaut, die einen Stückpreis von 6-8€ haben). Die Griffe gibt es in den Farben Weiß und Aluminium / Stahl.

Ich freue mich über Fragen und Eure Erfahrungsberichte!

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