Danfoss Eco Bluetooth Heizkörperthermostat

Danfoss Eco Bluetooth-Heizkörperthermostat im Test

Vom renommierten Hersteller Danfoss gibt es verschiedene Heizkörperthermostate auch als SmartHome-Version. Das hier getestete Modell „Eco“ ist ein Stand-alone-Heizkörperthermostat für den Einsatz in Wohnräumen, das eine einfache Bedienung mit dem SmartPhone verspricht. Im Test soll sich zeigen, ob dieses Versprechen auch eingehalten wird.

Auspacken, Montage und Inbetriebnahme

Die Verpackung enthält:

  • Bluetooth Heizköperthermostat
  • Installationsanleitung
  • zwei Adapterringe
  • Batterien

Der beiliegende Quick-Start-Guide enthält ausschließlich Bilder und keine Erklärung. Im Schritt 1 ist eine Schablone abgebildet, mit deren Hilfe man den passenden Adapter auswählen soll.

Vorhandenes Heizkörperthermostat abschrauben
Zuvor muss natürlich das vorhandene Heizkörperthermostat abgeschraubt werden. Wer dies noch nie gemacht hat, wird sich das wahrscheinlich auch nicht so einfach trauen, da man vielleicht Sorge hat, dass nach dem Abschrauben Wasser aus dem Heizkörper austreten könnte. Dies kann jedoch nicht passieren, nach dem Lockern der Mutter mit einer Rohrzange lassen sich die Thermostate in der Regel einfach abschrauben.

Batterien einlegen
Die Anleitung zeigt, dass man zum Einlegen der Batterien die Taste am Thermostat drücken muss. Um das Gehäuse zu öffnen ist es nötig diese Taste mit viel Kraft zu drücken und gleichzeitig den unteren Teil durch Hin- und Herbewegen in den Einsatz der Fingernägel abzuziehen. Elegant sieht anders aus. Was sich die Konstrukteure hierbei gedacht haben weiß ich nicht, andere Hersteller schaffen diese Übung jedoch so, dass das ganze selbsterklärend und einfach ist. Laut Anleitung dürfen keine wiederaufladbaren Batterien verwendet werden. Vermutlich funktioniert dann die Anzeige einer schwachen Batterie nicht mehr korrekt. Das ist meiner Meinung nach aus Umweltschutz-Gründen negativ.

Passenden Adapterring auswählen
In der Verpackung meines Danfoss Eco fand sich die in der Anleitung abgebildete Schablone nicht, diese liegt nur den sogenannten Home-Versionen bei. Die im Einzelhandel angebotene Version sollte aber die Schablone enthalten.

Das DanfossEco-HOME-Paket enthält eine Adapter-Anleitung (Schablone), mit der man den richtigen Adapter für das vorhandene Ventil ermitteln kann. Zusätzlich dazu findet man auf Youtube sechs Videos vom Hersteller, die mir allerdings bei der Auswahl des passenden Adapters keine große Hilfe waren.  Mir sagen leider die Abkürzungen RAVL, RAV, M30, RA und M28 nichts und eine Erklärung, welchen Adapter man für seinen Heizkörper benötigt, findet man über diese Videos nicht.

Da ich schon Erfahrung mit anderen Heizungsthermostaten hatte wählte ich den kleinen Adapterring und montierte das Thermostat wie im Video des Herstellers gezeigt. Das hat auf Anhieb geklappt.

Verbindung zum SmartPhone – App-Installation
Die zur Installation benötigt App „Danfoss Eco“ lässt sich sowohl für iOS als auch Android aus dem jeweiligen Appstore laden. Das Hinzufügen eines neuen Geräts erfolgt durch Drücken der Taste mit dem Uhrensymbol neben dem Display. Sobald die Taste gedrückt wurde sollte die App das Thermostat finden. Hier ist dann lediglich ein passender Name zu vergeben und die Einrichtung ist beendet.

Eine für das iPad angepasste App gibt es leider nicht, die iPhone-App wird am iPad jedoch ausgeführt (sieht aber natürlich nicht besonders gut aus auf dem großen Display).

Noch ein Hinweis zur Anleitung: im Punkt 4 der Anleitung wird die Website smartheating.danfoss.com genannt um den Guide als PDF herunterzuladen. Auf dieser Website findet man den Guide jedoch nicht. Ich habe die korrekten Links unter diesem Artikel in den Linktipps aufgeführt.

Montage-Video

Hersteller-Installationsvideo

Für wen ist das Produkt?

Das hier getestete Modell Eco ist eine reine stand-alone-Lösung. Eine Anbindung an ein SmartHome-System oder eine Steuerung von unterwegs ist damit nicht möglich. Wer dies sucht, findet vom Hersteller Danfoss andere Modelle.

Welche Vorteile hat der Anwender bei Verwendung des Danfoss Eco?

Über die App lässt sich das Heizkörperthermostat relativ einfach programmieren. Man kann für jeden Wochentag unterschiedliche Heizzeiten festlegen, die Temperatur manuell einstellen und für den Urlaub eine eigene Temperatur definieren.

Merkmale laut Hersteller:

  • Einfache Programmierung über Bluetooth mit einer App auf Smartphone oder Tablet
  • Energiesparend
  • Leichte Installation
  • Einfach zu bedienen
  • Handbetrieb
  • Funktion „Fenster offen“
  • Präzise PID-Temperaturregelung
  • Adaptives Lernen
  • Tag- und Nachttemperaturabsenkung, Wochenplan, Urlaubs- und Pausenfunktion
  • Gut lesbare LCD-Anzeige
  • Anzeigendrehung – 180 Grad
  • Min./max. Temp.-Bereich
  • Kindersicherung
  • Frostschutzfunktion
  • PIN-Code-Schutz

Bedienung der App und Test

Mangels einer aussagekräftigen Anleitung habe ich erst durch Ausprobieren bestimmte Dinge gelernt. So fand ich es verwirrend, dass ich nachdem ich das Thermostat über die App angelernt hatte die Temperatur am Thermostat selbst nicht mehr ändern konnte und auch das Display deaktiviert war. Ich dachte zuerst an einen Fehler, fand dann jedoch heraus, dass die lokale Bedienung am Thermostat nur dann funktioniert, wenn man die App geschlossen hat. Bei aktiver App kann man also nicht manuell am Thermostat die Temperatur ändern und diese Änderung dann in der App sehen. Wenn man lokal regeln möchte muss man vorher die App beenden. Ob die Thermostate mit der App verbunden sind erkenn man am roten Leuchtring vorne am Thermostat. Wenn dazu ein Hinweis in der Anleitung stehen würde, wäre das natürlich hilfreich.

Die „Fenster-offen-Erkennung“ des Danfoss Eco stellt laut Anleitung für 30 Minuten die Wärmezufuhr ab, wenn ein offenes Fenster erkannt wird. Leider sieht man jedoch weder in der App noch am Thermostat, dass diese Funktion aktiv ist. Somit konnte ich nicht herausfinden, ob die Erkennung wie gewünscht funktioniert.

In der App werden die Zeiten der An- und Abwesenheit festgelegt und dazu dann eine Temperatur definiert. Dabei bedeuten die roten Zeiten im Zeitplan „zuhause“, die gepunkteten Zeiten „abwesend“. Eine automatische Erkennung von An- und Abwesenheit ist über die App nicht möglich.

Falls mehrere Familienmitglieder Zugriff auf das Thermostat über die App möchten, kann man die App auf mehreren SmartPhones installieren, eine Bedienung im Wechsel ist möglich.

Die Reichweite über die Bluetooth-Verbindung zu den Thermostaten ist nicht besonders groß, beim Test innerhalb eines Raumes mit Abstand von circa 10 Metern bricht die Verbindung bereits teilweise ab.

Fazit

Die Installation ist mangels einer aussagekräftigen Anleitung für den Laien eine gewisse Herausforderung. Das Fehlen einer Erklärung zur Demontage des vorhandenen Ventils, die schwierige Frage nach dem richtigen Adapterring und das umständliche Öffnen des Batteriefachs stellen sicher manchen Anwender vor eine Herausforderung. Der Hinweis in der Anleitung auf eine Internetseite, die dann leider die erwarteten Dokumente nicht enthält ist hier natürlich auch keine Hilfe.

Wer die Hürde der Installation geschafft hat, der kann über die App seine Heizzeiten relativ bequem einstellen. Diese festgelegten Zeiten und Temperaturen sind jedoch fix, ihnen fehlt leider die Intelligenz.

Die laut Beschreibung vorhandene Fenster-offen-Erkennung konnte ich leider nicht testen. In der App gibt es dafür weder eine Einstell- noch Anzeigemöglichkeit. Ich konnte bei meinem Test nicht herausfinden, ob das Thermostat bei offenem Fenster tatsächlich reagiert.

Laut Hersteller lernt das Danfoss Eco in der ersten Betriebswoche, wann mit dem Heizen des Raums begonnen werden muss, damit zum richtigen Zeitpunkt die richtige Temperatur erreicht ist und die intelligente Steuerung passt die Aufheizzeit kontinuierlich an die saisonalen Temperaturänderungen an. Diese Funktion nennt sich „adaptives Lernen“.

Eine Anbindung der Danfoss Eco an andere Systeme wie etwa Sprachsteuerung über Amazon Alexa oder Google Home oder Apple HomeKit ist nicht möglich.

Der Preis für die Danfoss Eco liegt in den meisten Online-Shops bei circa 37,-€. Dafür bekommt man die Möglichkeit zur bequemen Programmierung seiner Heizkörperthermostate über eine App. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich persönlich bevorzuge Systeme, die sich in ein komplettes SmartHome-System integrieren lassen. Dies ist bei den Danfoss Eco nicht möglich, Danfoss bietet dazu jedoch alternativ andere Heizkörperthermostate wie die Living Connect Z an, die sich auch im Zusammenspiel mit homee bewährt haben.

Pro

  • Funktioniert ohne Internet / Cloud
  • Keine Bridge nötig
  • Einfache Einstellmöglichkeit über App

Contra

  • Installationsanleitung dürftig
  • Funktionen teilweise schlecht dokumentiert
  • Durch Bluetooth eingeschränkte Reichweite

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