Das derzeit kleinste Z-Wave Dimmermodul auf dem Markt

Qubino Mini Dimmer im Test

Der kürzlich vorgestellte Mini Dimmer von Qubino verspricht, der kleinste Drahtlosdimmer auf dem Markt zu sein. Er unterstützt den Z-Wave Plus Standard und lässt sich sogar ohne vorhandenen Neutralleiter (N)  anschließen. Ein erster Test soll zeigen, wie sich der Mini Dimmer im Vergleich zu anderen Dimmern schlägt.

Qubino Mini Dimmer

Der Mini Dimmer wird in einer Unterputzdose hinter einem vorhandenen Taster installiert und ermöglicht dadurch ein Dimmen der Lampe über den lokalen Taster als auch die Steuerung über ein Gateway (in meinem Fall homee). Damit lässt sich jede vorhandene Lampe mit einer intelligenten Steuerung ausstatten ohne das Leuchtmittel austauschen zu müssen.

Eine Schwierigkeit bei der Nachrüstung von Funkmodulen ist, dass in vielen Unterputzdosen durch viele Kabel und Klemmen kaum Platz vorhanden ist. Je kleiner also ein Modul ist, umso einfacher gestaltet sich die Installation in der Dose.

Laut Qubino ist der Mini Dimmer 25% kleiner, als jeder andere drahtlose Dimmer auf dem Markt. In Zahlen heisst das: 38 x 33,5 x 15,5mm (LxBxH) was im Vergleich zum bisherigen Qubino Flush ein Minus von etwa 4 mm in Länge und Breite bedeutet.

In meinem Beitrag zu den Permundo-Modulen hatte ich Größenvergleich der verschiedenen Module erstellt, das kleinste Modul war damals das Permundo-Relais mit 37 x 27 x 17,5mm (LxBxH), das mittlerweile nicht mehr hergestellt wird. Somit ist der Qubino Mini Dimmer damit meines Wissens nach tatsächlich das derzeit kleinste verfügbare Modul auf dem Markt.

Diese Leuchtmittel lassen sich dimmen

  • klassische Glühlampen bis 200W

  • Halogenlampen bis 200W

  • LED Lampen bis 150W

  • LED-Leisten bis 150W

  • Leuchtstofflampen

Der Dimmer hat keine Mindestlast, es lassen sich somit alle Lampen ab 1W Leistung dimmen. Man benötigt also für geringe Leistungen keinen Bypass wie bei anderen Dimmern.

Anschluss mit oder ohne Neutralleiter (N)

Der Dimmer ermöglicht zwei verschiedene Arten des Anschlusses (2-adrig oder 3-adrig). Wenn kein Neutralleiter vorhanden ist, überbrückt man die Klemme für den N (siehe Schaubild). Ein großer Vorteil, da in vielen Fällen der Neutralleiter in der Dose fehlt und bei anderen Modulen wie auch dem Qubino Flush Dimmer zwingend ein Neutralleiter benötigt wird.

Installation mit homee

Die Installation habe ich an homee (Brain Version 2.27 RC3) durchgeführt. Dazu habe ich den Dimmer nach Installationsplan angeschlossen. Nach dem Einlegen der Sicherungen befindet sich der Dimmer im Auto-Inklusionsmodus.

Jetzt einfach in homee ein neues Z-Wave-Gerät hinzufügen (ich habe unbekanntes Gerät gewählt, da der Mini-Dimmer derzeit noch nicht in der Liste der unterstützten Geräte ist) und der Dimmer wurde problemlos hinzugefügt.

Nach dem ersten Hinzufügen in homee hat soweit alles funktioniert, allerdings wurde der aktuelle Verbrauch nicht angezeigt und beim Schalten über den lokalen Taster hat homee seinen Status nicht verändert. Ein erneutes Abfragen des Geräts über die homee-App konnte dieses Problem jedoch beheben. Das Gerät funktioniert perfekt in homee und lässt sich somit auch über Alexa und HomeKit steuern.

Auf der Website von Qubino findet man eine Gateway-Kompatibilitätsliste. Hier kann man prüfen, mit welchen Gateways der Mini-Dimmer bereits getestet wurde.

Fazit

Der Qubino Mini Dimmer bietet durch seine geringen Einbaumaße große Vorteile bei der Nachrüstung gegenüber anderen Modulen. Auch die Möglichkeit den Dimmer ohne vorhandenen Neutralleiter zu betreiben ist ein großer Pluspunkt und lässt die Nachrüstung intelligenter Lichtsteuerung in vielen Einsatzbereichen zu. Da der Dimmer alle Leuchtmittel ab 1 Watt akzeptiert, wird zudem auch kein Bypass wie bei anderen Modulen benötigt.

Ich hoffe, dass Qubino nach und nach alle seine Module in diesem neuen Formfaktor veröffentlicht, somit wird die Nachrüstung auch unter beengten Platzverhältnissen deutlich vereinfacht.

Das Gerät ist bereits bei einigen Händlern zum Preis von 61,90€ verfügbar, zum Beispiel bei Z-Wave-Europe (LINK) oder Control-Your-Home (LINK).

Das Testgerät wurde mir freundlicherweise vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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2 Kommentare
  1. OK
    OK sagte:

    Hallo,

    verstehe ich das richtig, dass ich den Dimmer für folgende Zwecke einsetzen kann?
    – Einbau hinter einem Schalter, sodass Leuchten über homee funktionieren, egal, wie der Schalter gerade gesetzt ist (also Lampe wird nicht mehr manuell ausgeschaltet). >
    – Einbau hinter einem Unterputz-Bewegungsmelder, sodass die Bewegung als Status im homee für andere Aktionen verwendet werden kann?

    Danke.

    Antworten
    • Tom
      Tom sagte:

      Das Dimmer-Relais schaltet den Verbraucher, also die Lampe. Der Dimmer kann entweder über homee oder einen lokalen Schalter geschaltet werden. Man kann also z. B. über homee einschalten, dann über den Taster aus usw..
      Theoretisch müsste man statt des Tasters auch einen analogen Bewegungsmelder nutzen können aber ich würde einen Taster einbauen und bei Bedarf einen Z-Wave Bewegungsmelder wie etwa den Fibaro Motion Sensor.
      Tom

      Antworten

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